Trotz Monatsblutung in die Schule, Uni und zur Arbeit

Eine Selbstverständlichkeit für Frauen in Deutschland...

Deine Ansprechpartnerin: Emily Wilbrand,
emily.wilbrand@woezonloo.de


doch in einer von uns durchgeführten Umfrage in Kpalimé und Lomé in Togo gaben 70% der 90 Teilnehmerinnen an, dass sie während ihrer Menstruation bereits nicht in die Schule, Universität oder zur Arbeit gehen konnten, weil ihnen Hygieneprodukten fehlte.

Period Poverty bezeichnet die Situation, dass Frauen am gesellschaftlichen Leben nur eingeschränkt teilhaben können, wenn sie nicht genug Geld für Menstruationsprodukte haben. Zusätzlich impliziert Period Poverty einen mangelnden Zugang zu Menstruations- und Hygieneaufklärung, Toiletten, Handwascheinrichtungen und Abfallentsorgung.

Unser Projekt „Lionnes“ kämpft gegen Period Poverty. Wir bauen einen Nähbetrieb auf, der langlebige, wiederverwendbare Stoffdamenbinden herstellt, verkauft und dabei Aufklärung betreibt.

Testphase

In Togo hat unsere Projektpartnerin Patience, eine erfahrene Näherin aus Kpalimé, 70 Bindenprototypen hergestellt. Diese haben wir zusammen mit einem Fragebogen an mehrere Togolesinnen verteilt, die die Binden testen. Wir überprüfen Second-Hand T-Shirtstoffe und neuwertige Stoffe von den lokalen Märkten auf ihre Praktikabilität und Saugfähigkeit.

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Das Nähatelier ist ausgestattet

Wir haben einen Raum im Centre in ein Nähatelier umgewandelt. Dafür haben wir einen großen Tisch mit Stühlen anfertigen lassen und zwei Nähmaschinen angeschafft. Mit einer pedalbetriebene Maschine können Wetbags für die Binden genäht werden und sie kann von Nina, Bewohnerin des Centres und Schneiderin in Ausbildung, für eigene Näharbeiten genutzt werden. Wenn mal wieder Stromausfall sein sollte, kann mit dieser Maschine bei Taschenlampenlicht also trotzdem weitergearbeitet werden. Die zweite Maschine ist eine hochwertige Industrie-Overlock, mit der die Kanten der Binden zusammengenäht werden.

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Unsere Näherinnen

Patience kennt drei junge motivierte Näherinnen, die gut für die Arbeit geeignet sind. Nach einer kleinen Fortbildung im Nähen von Binden bei Patience, werden sie im Centre ihre neue Arbeitsstelle beziehen können. Bilder folgen ;)

Unser Verkaufsmodell

Das Projekt soll langfristig in ein Start-up umgewandelt, das die fertigen Binden zu einem fairen Preis an die Frau bringt. Aktuell ist die Idee, den Verkauf der Binden nach dem „Tupper-Party-Prinzip“ zu gestalten. Unsere Verkäuferinnen nehmen zunächst an einer Fortbildung zu den Themen der weiblichen Gesundheit, Menstruation,Verkaufsstrategien und Kundinnenakquise teil. Dann können sie eigene Bindenpartys bei Gastgeberinnen planen, zu denen Freundinnen, Schwestern, Tanten, Nachbarinnen etc. eingeladen werden. Die Verkäuferinnen klären die anwesenden Frauen über Frauengesundheit und Menstruationsprodukte auf und erläutern die Vorteile unserer Stoffbinden.

Do-It-Yourself-Workshops

Darüber hinaus planen wir, Workshops für Frauen in und um Kpalimé anzubieten, in denen sie lernen, sich selbst wiederverwendbare Stoffbinden zu nähen und so trotz Menstruation ihrem normalen Alltag folgen zu können. Diese Workshops sollen besonders Frauen erreichen, die z.B. aufgrund ihres Wohnorts oder ihrer Arbeit nicht von unseren Verkäuferinnen erreicht werden, oder sich die zum Verkauf stehenden Binden nicht leisten können. Da aufgrund der Corona-Pandemie unsere Freiwilligen leider nach Deutschland zurückfliegen mussten, werden wir diesen Teil des Projekts erst später durchführen.

Arbeitsplätze für junge Frauen

Wir wollen aktiv Arbeitsplätze für junge Näherinnen und für Frauen schaffen, die keiner festen Erwerbstätigkeit nachgehen können. Die Näherinnen und Verkäuferinnen können selbst entscheiden, wie viel sie arbeiten möchten, da sie pro hergestellter bzw. verkaufter Binde bezahlt werden. Dadurch können z.B. auch Studentinnen in Lomé neben ihrem Studium sich etwas mit den Bindenpartys dazuverdienen. Zudem werden einige Jugendliche des Centres sich ein Taschengeld verdienen, indem sie den Näherinnen zuarbeiten.

Binden

Mittelfristig sind die Stoffbinden günstiger, verursachen keinen Müll und bieten einen zuverlässigeren Schutz als gefaltete Tücherreste, die von 30% der Frauen aus unserer Stichprobe genutzt werden. Die Gewinne aus dem Verkauf der Binden werden zur Finanzierung des Centres beitragen.

Unser Unterstützer

Das deutsche Unternehmen Kulmine stellt ebenfalls Stoffbinden her und ist begeistert von unserem Projekt. Kulmine hat uns eines ihrer beliebtesten Bindenmodelle zur Verfügung gestellt und unterstützt unser Projekt finanziell und mit Rat und Tat. Wir sind dafür sehr dankbar! Falls du selber gerne Stoffbinden oder einen Cup als Alternative zu Einmalbinden und Tampons nutzen möchtest, dann guck doch mal bei Kulmine im Online-Shop vorbei.

Wir halten dich auf dem Blog von Kulmine auf dem aktuellsten Stand über unser Bindenprojekt.
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    Schau doch mal im Kulmine-Shop vorbei!    

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Ist dein Interesse für unser Bindenprojekt in Togo geweckt? Schreib gerne Emily, unserem Vorstandsmitglied, die das Projekt betreut, eine Nachricht an emily.wilbrand@woezonloo.de

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